Brühler Kunstverein
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Exkursionen des Brühler Kunstvereins

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Exkursionen 2000

 

Brühler Kunstverein auf Museumsfahrt nach Schloss Moyland

Im Rahmen seiner Exkursionen zu anderen Museen und Ausstellungen besuchte der Brühler Kunstverein im Oktober des Jahres 2000 das Museum Schloss Moyland im nördlichen Teil des Kreises Kleve.

Das ursprünglich mittelalterliche, ab 1854 im neugotischen Stil umgebaute, im II. Weltkrieg fast zerstörte und von 1987 - 1997 wiederaufgebaute Schloss beherbergt heute die bedeutende Kunstsammlung der Brüder Hans und Franz Joseph van der Grinten. Die über 60.000 Kunstwerke des 19. und 20. Jahrhunderts umfassende Sammlung beinhaltet Exponate aus allen Bereichen der bildenden und angewandten Kunst, von Skulptur und Malerei über Druckgrafik und Zeichnung bis hin zu Objektkunst, Fotografie und Kunsthandwerk. Insbesondere aber bildet das Schaffen Joseph Beuys den wesentlichen Kern der Sammlung, die weltweit den größten Bestand seiner Werke besitzt.

Aufgrund guter persönlicher Kontakte aus den Reihen des Kunstvereins war es gelungen, den Stifter Franz Joseph van der Grinten für eine private Führung zu gewinnen. Die 25 Teilnehmer starke Gruppe - Mitglieder und Gäste des Brühler Kunstvereins - verfolgte die sachkundigen Erklärungen zur Sammlung, wie auch die Darstellungen zur Baugeschichte und zur Renovierung des Schlosses mit großem Interesse.

Einen besonderen Stellenwert bei dieser Führung nahmen natürlich die - aufgrund der langjährigen Freundschaft zwischen den Brüdern van der Grinten und Josef Beuys - sehr persönlich gefärbten Erläuterungen der Werke des 1986 verstorbenen Künstlers ein.

Nach einer "Verschnaufspause" in der großzügig angelegten Cafeteria des Schlosses nutzten die Teilnehmer noch die Möglichkeit, sich die aktuelle Wechselausstellung: "Paul Klee trifft Joseph Beuys - Ein Fetzen Gemeinschaft" anzuschauen. In dieser Zusammenschau werden Arbeiten auf Papier und Tafelbilder von Paul Klee Zeichnungen von Joseph Beuys gegenübergestellt, um Beziehungen zwischen dem künstlerischen und weltanschaulichen Denken beider Künstler herauszustellen.



Exkursionen des Brühler Kunstvereins 1999

Führung durch die Kunstsammlung der Bundesfinanzakademie

Unsere diesjährige Exkursion führt uns am 24. Oktober in die nächste Umgebung: Dr. Jürgen Pech, Leiter des Max-Ernst-Kabinetts, leitete die Führung durch die Kunstsammlung der Bundesfinanzakademie Brühl. Die freundliche Unterstützung dieser Exkursion durch Dr. Johann H. Kumpf und Regine Caspers machte es möglich, dass die zahlreichen Teilnehmer mit einer Auswahl von Kunstwerken im Innen- und Außenbereich der Akademie vertraut gemacht werden konnten.

Die Künstlerin Karin Sander realisierte 1995 im Rahmen des Wettbewerbs "Kunst am Bau" für die damaligen Neubauten der Bundesfinanzakademie und der Fachhochschule des Bundes in Brühl ein Buchprojekt. Dafür hat sie sämtliche Oberflächen der in der Architektur verwendeten und sichtbaren Materialien im Innen- und Außenbereich der Gebäude mit Graphit auf große Papierbögen durchgerieben und diese Frottagen dann zu Büchern zusammengefügt.

Die Arbeit der Künstlerin Heike Pallanca bezieht sich auf den artriumartigen Innenhof des Akademiegebäudes. In die Pfeiler des Hofes hat sie kleine rechteckige Vertiefungen auf Augenhöhe eingefügt, die die Innenkonstruktion der Pfeiler sichtbar werden lässt. Die den Vertiefungen vorgelagerten Glasscheiben sind ebenfalls mit "Innenkonstruktionen" versehen und zwar mit gezeichneten Tierskeletten sowie 8 Fruchtquerschnitten.

Wolfgang Robbe verwischt mit seinen simulierten Wandoberflächen mit gemalten und realen Lichtverhältnissen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Während Hannes Forster durch seine "Müden Mauern" mit der statischen Bedeutung eines Mauerwerks spielt. Seine "anlehnungsbedürftigen" Mauern benötigen eher selber einer Stütze, als dass sie ihrer wesenhaften Stützfunktion gerecht werden.

Die Künstlerin Rosemarie Trockel und der Künstler Klaus Simon siedelten ihre Kunstwerke im Außenbereich der Akademie an. Mit ihrem elliptischen Zebrastreifen verkehrt Rosemarie Trockel die Funktion eines Zebrastreifens, indem sie ihn zum Sammelpunkt "Stop and Stay" werden lässt, und Klaus Simon hat seine "Drei Steine", deren eingemeißelte Symbole für Wachstum stehen, folgerichtig im Bereich der Feuchtbiotope zwischen den Wohngebäuden angesiedelt.
(Koordination der Führung: Georg Ingensiep)


Exkursionen des Brühler Kunstvereins 1998

Edward Hopper und das Kino

Die Bilder des amerikanischen Malers Edward Hopper (1882 - 1967), der wie kaum ein anderer eine Vorstellung von der Landschaft, dem Licht und den Menschen in den Städten Amerikas vermittelt, hat den Film und viele Regisseure stark beeinflusst. In einer Veranstaltung, die das Brühler ZOOM-KINO in Zusammenarbeit mit dem Brühler Kunstverein am 18.11.1998 durchführte, erläuterte und illustrierte der Mannheimer Filmwissenschaftler Dr. Peter Bär diesen Einfluss anhand vieler Beispiele.

Filme und Filmemacher, die sich eindeutig auf Hopper beziehen und viele seiner Bilder bewusst zitieren, "hopperesque" Filme, die in ihrer Atmosphäre Parallelen und Ähnlichkeiten zu seiner Bilderwelt herstellen und Kurzfilme, die von Bildmotiven nach Hopper inspiriert wurden, wurden vorgestellt und interpretiert.


Museumsfahrt nach Düsseldorf

Der Brühler Kunstverein organisierte für Mitglieder und Freunde des Vereins am 22.11.1998 einen Besuch der Ausstellung: "Max Ernst - Skulpturen, Häuser, Landschaften" in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Durch die Ausstellung, in deren Mittelpunkt das skulpturale und auf den Raum bezogene Schaffen des Künstlers stand, führte Dr. Jürgen Pech, Leiter des Max-Ernst-Kabinetts der Stadt Brühl.

Die 20-köpfige Gruppe erlebte eine sachkundige Führung, bei der Dr. Pech u.a. neue und eigene Interpretationen zu wichtigen ausgestellten Werken vorstellte und mehrfach darauf aufmerksam machte, wie Max Ernst immer wieder mit den Erwartungen des Betrachters spielt.
(Organisation der Museumsfahrt: Georg Ingensiep)